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15 Jahre KOWA SH – eine Erfolgsgeschichte

Besser durch enge Zusammenarbeit

Am 11. November 2011 kamen Vertreter aus zehn kommunalen Wasserverbänden zusammen, um eine neue Arbeitsgemeinschaft zu gründen: die Kooperationsgemeinschaft kommunaler Wasser- und Abwasserverbände Schleswig-Holstein, kurz: KOWA SH. Aus Anlass des Jubiläumsjahres sprachen wir mit Michael Schoop, Geschäftsführer des Wasserverbandes Norderdithmarschen. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Eine Herzensangelegenheit – die kommunalen Wasserunternehmen setzen sich für das Wohl des Lebenselixiers gemeinsam ein.
Fotos: SPREE-PR/Galda, Petsch

WASSERZEITUNG: Wofür ist die KOWA SH angetreten?

Michael Schoop: Wir wollen der kommunalen Wasserwirtschaft eine Stimme geben, und das ganz regional für Schleswig-Holstein.

Wofür steht die KOWA SH ein?

Wir stehen für eine stabile und qualitativ hochwertige Wasserver- und Abwasserentsorgung ein. Damit das so bleibt, sind wir im Kontakt mit Gremien, Behörden, Ministerien, Entscheidungsträgern und machen uns stark für das Wasser und Abwasser. Uns ist es wichtig, einen rechtlichen, wirtschaftlichen und langfristig berechenbaren Rahmen für unsere Arbeit zu schaffen.

Was bedeutet das konkret?

Es geht um den Wissens-, Ideen- und Erfahrungsaustausch zu allen Themen der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Darüber hinaus vertreten wir unsere politischen Interessen im Rahmen gemeinsamer Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben insbesondere auf Landesebene. Ein gemeinsamer Einkauf, die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen sowie ein Benchmarking (Branchenvergleich/Kennzahlenvergleich) bilden den Fokus unserer Gemeinschaft.

Welche Tragweite hat die KOWA SH?

Heute besteht die KOWA aus zwölf Mitgliedsverbänden, die 40 Prozent aller Gemeinden in Schleswig-Holstein mit Trinkwasser versorgen und in 13 Prozent der Gemeinden für die Abwasserbeseitigung zuständig sind. Wir liefern 34 Millionen Kubikmeter frisches Trinkwasser zu den Menschen in der Region und entsorgen dabei jedes Jahr 7 Millionen Kubikmeter Abwasser.

Das „KO“ in Ihrem Kürzel ist ein wichtiger Fingerzeig …

Auf jeden Fall! Kommunal. Wir sind überzeugt davon, dass das Wasser nur dort richtig aufgehoben ist, in den Händen der Städte und Gemeinden, die wiederum eigens dafür Wasserverbände gegründet haben. Es sollte bei Wasser nicht um Profit gehen, sondern so wie wir das tun, um nachhaltiges Arbeiten nach dem Kostendeckungsprinzip. Die Einnahmen und Ausgaben müssen sich die Waage halten, es geht ausdrücklich nicht um kurzfristige Rendite.

Foto: SPREE-PR/Galda



Die Kommunikation nach außen scheint klar. Wie sieht es mit der Kommunikation nach innen aus?

Das ist wirklich eine Erfolgsgeschichte! „Wir treffen uns mehrfach im Jahr persönlich. Da erfolgt ein Austausch auf Augenhöhe, von dem alle profitieren. Der persönliche Kontakt „wie macht ihr dies oder das“, „wo habt ihr Schwierigkeiten?“, „welche Lösungsansätze gibt es?“, „was kann man gemeinsam umsetzen?“ – dieser regelmäßige Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer ist sehr bereichernd und bringt alle Mitglieder im Land voran. Und wenn es schnell gehen muss, bringt eine schnelle E-mail alle auf den gleichen Stand.

Wo soll die Reise hingehen?

Unser gemeinsames Bestreben ist immer darauf ausgerichtet, die Wasserwirtschaft zu stärken und dabei nachhaltige Ressourcennutzung und Umweltschutz unter einen Hut zu bekommen.

Was haben die Kunden von diesem Engagement?

Starke Partner vor Ort, die kostendeckend handeln und ihre Arbeit immer weiter optimieren. Wir wollen die Qualität sichern und das Preis-Leistungs-Verhältnis stabil halten – und das nicht zum Selbstzweck, sondern natürlich im Sinne aller Kundinnen und Kunden!

Vielen Dank für das Gespräch!