Am 21. Juni 1951 gründeten die ersten Gemeinden in Heide ihren Wasserbeschaffungsverband, damals noch mit Namen „Lunden und Umgebung“, später WBV Norderdithmarschen. Ziel war sauberes Trinkwasser in jedem Haus, auf jedem Hof – für Mensch und Vieh. Zunächst gegen einigen Widerstand, der Erfolg gab den Visionären allerdings recht. Es folgte der Ausbau des Leitungsnetzes. 1955 sorgte die Versorgungsleitung für Friedrichstadt unter der Eider für Aufsehen – erstmals wurde in Schleswig-Holstein ein schiffbarer Fluss von einer Wasserleitung unterquert. 1966 wurde medienwirksam der 500.000. Meter Rohrleitung verlegt. Heute sind 770 Kilometer Hauptleitung und 600 Kilometer Hausanschlussleitungen verbaut. Das zentrale Wasserwerk wurde 1954 in Linden eingeweiht und 2025 vom modernen Nachfolger abgelöst. Seit 2002 übernimmt das kommunale Wasserunternehmen vielerorts auch die Abwasseraufgabe, heißt seitdem Wasserverband Norderdithmarschen. Dieser steht heute für moderne, zuverlässige Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung.