Technik hat sich entwickelt – ein Handwerk bleibt es
Seit 35 Jahren arbeitet Mario Bannow beim Zweckverband KÜHLUNG, in der Wasserwirtschaft allerdings sogar noch länger. 1984 hatte der Bastorfer als 16-Jähriger seine Ausbildung absolviert und blieb der spannenden Materie treu. Heute ist er für den Bereich Trinkwasser zuständig.
Mario Brannow in den 1980er-Jahren und heute. Fotos: privat/ZVK
Die Arbeitsjahre und die Wasserbranche mit nur einigen Schlagworten kurz zu umreißen, gar nicht mal so einfach. Los ging es für Mario Bannow mit der Lehre zum Instandhaltungsmechaniker für technologische Ausrüstung und Geräte. So sperrig der Name, so klar die Aufgabe. Im Rohrnetz in Kühlungsborn stieg er frisch ausgebildet 1988 ein. „Unsere Grundausrüstung: Schaufel, Spaten, Zinkeimer”, schmunzelt er beim Gedanken daran. Die 1980er-Jahre – da wurden Rohrbrüche per Hand behoben.
Mit der Wende und dem gesellschaftlichen Umbruch wurde aus dem großen volkseigenen Betrieb ein regionales kommunales Unternehmen, die Geburtsstunde des Zweckverbandes KÜHLUNG. Die 1990er-Jahre: „Wir haben mit der Sanierung des Rohrnetzes begonnen. Eine Aufgabe, die uns fortlaufend begleitet.” Erste größere Technik kam hinzu – Minibagger, Transporter ergänzten den Fuhrpark.
Die Nuller Jahre: Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf. „Vorher ausgedruckte Pläne, Karten und viel mündliche Überlieferung durch Kollegen – heute sind wir papierlos am Einsatzort, haben die Infos aus unserem Geografischen Informationssystem auf dem Tablet.” Ähnlich hat sich auch die Erreichbarkeit verändert. Früher Festnetz oder Funkgerät, heute smartes Mobiltelefon.
Der Wasserzähler, die Grundlage für die Verbrauchserfassung, ist eine Konstante im Arbeitsleben Mario Bannows. Allerdings hat dieser sein Aussehen verändert: „Früher lasen wir die Zeiger ab, heute werden Zahlen angezeigt. Nächstes Jahr beginnen wir mit dem Einbau digitaler Zähler mit Funkmodulen zur Fernauslesung.”
Eins bleibt bei allem Wandel: Die Zähler bauen nach wie vor Mitarbeiter der Rohrnetzabteilung ein – mit einem Schlüssel. Gutes Handwerk in der Wasserbranche, die sich stets weiterentwickelt.
