Großes Bauvorhaben „Schanze“ in Ribnitz-Damgarten: Neue Straße, neue Leitungen, neue Bäume
Jahrzehntelang galt die „Schanze“ als schlimmste Straße Ribnitz-Damgartens. Nun wird sie grundlegend saniert – und dabei auch die Infrastruktur unter der Erde erneuert. Im November 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
So sah die „Schanze“ vor Beginn der Arbeiten aus. Foto: Boddenland
Als „Huckelpiste“ und „schlimmste Straße der Stadt“ galt die „Schanze“ in Ribnitz-Damgarten. Auf der gut einen halben Kilometer langen Straße samt dem dazugehörigen „U“ zwischen Rostocker Landweg und Sanitzer Straße reihte sich Schlagloch an Schlagloch. Der politisch immer wieder angekündigte Baubeginn wurde mehrfach verschoben. In diesem Sommer haben nun endlich die Bauarbeiten begonnen. Ende November 2027 sollen sie abgeschlossen sein.
Großes Bauvorhaben
Für Ribnitz-Damgarten und auch für die Wasser und Abwasser GmbH -Boddenland- ist das ein großes Bauvorhaben „direkt vor der Haustür“. Nicht nur die Straße wird wieder schlaglochfrei, auch die Abwasser- und Wasserleitungen unter der Erde werden in dem Zuge erneuert. Mehrere Regenwasser-Kanalsysteme werden miteinander verbunden beziehungsweise entkoppelt, Regenwasserkanäle aus Beton beziehungsweise Kunststoff einschließlich der Hausanschlüsse verlegt oder beispielsweise auch das örtliche Schmutzwasser-Kanalsystem entkoppelt und die dazugehörigen Hausanschlüsse erneuert.
Alles im „laufenden Betrieb“
Gebaut wird natürlich im laufenden Betrieb. Die Versorgung von Anwohnern und Unternehmen bleibt sichergestellt. Sollte es ausnahmsweise zu einer kurzen Unterbrechung der Wasserversorgung kommen, werden die Betroffenen rechtzeitig informiert.
Die Wasser und Abwasser GmbH -Boddenland- ist bei dem Vorhaben für die Trinkwasserversorgung einschließlich der Hausanschlüsse zuständig und investiert dafür gut 680.000 Euro. Rund 1,2 Kilometer Trinkwasserleitungen inklusive der zu erneuernden Hausanschlüsse werden verlegt. Hinzu kommen etwa 750 Meter Regenwasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse sowie gut 300 Meter Schmutzwasserleitungen.
Für die Regenwasserleitungen ist die Stadt Ribnitz-Damgarten zuständig, für das Schmutzwasser der Abwasserzweckverband Körkwitz.
Ein neues Baugebiet entsteht
Doch auch oberirdisch wird sich die „Schanze“ deutlich verändern: Rund 2300 Quadratmeter neuer Asphalt sowie 1800 Quadratmeter Pflasterfläche für Zufahrten und Gehwege sind vorgesehen. Dazu kommen etwa 3400 Meter Bordsteine und Einfassungen, eine neue Straßenbeleuchtung und schattenspendende Bäume.
Insgesamt werden 3,2 Millionen Euro in das Vorhaben investiert. Dabei geht es nicht nur um die Sanierung der „Schanze“: Auch das B-Plan-Gebiet 92 wird mit Regen-, Schmutz- und Trinkwasserleitungen erschlossen.



