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Aus dem WAZV „Der Teltow“

Wasserwerk Teltow erhält neue Tiefbrunnen

Dutzende Meter tief in der Erde beginnt der Weg des Grundwassers zum Trinkwasser. Sogenannte Tiefbrunnen leisten dabei kontinuierlich Schwerstarbeit – und müssen gelegentlich ausgetauscht werden.

Für die geologische Begutachtung des Zuganges werden Proben der verschiedenen Bohrschichten vor Ort aufgehäuft.
Foto: MWA

Dass auch die Brunnen eines Wasserwerkes verschleißen können, liegt in der Natur der Sache. Im Laufe der Jahre können natürliche Ablagerungen und feine Partikel aus dem Untergrund die Wasserförderung nach und nach verringern.

Ist dann ein Brunnen-Ersatz an selber Stelle nicht mehr wirtschaftlich, müssen neue Zugänge zum Grundwasser her – wie jetzt in Teltow. Am Wasserwerk in der Ruhlsdorfer Straße sind die Experten eines Erkundungsteams seit dem Sommer beschäftigt. Ziel ist es, noch in diesem Jahr zwei neue Tiefenbrunnen zu errichten. Zuvor sind sogenannte Vorbohrungen vorgenommen worden, um verlässliche Hinweise auf die Beschaffenheit und Ergiebigkeit des Grundwasserleiters zu sammeln. Ist dieser Teil der Vorarbeit abgeschlossen, werden die Filterbereiche der beiden neuen Tiefenbrunnen im oberen Grundwasserleiter in etwa 60 bis 85 Metern Tiefe angeordnet.
Bei der oberirdischen Infrastruktur kann weitgehend die bestehende Technik genutzt werden. So ist ein Anschluss der Fördereinrichtungen an die vorhandene Rohwasserleitung (DN 300) zum ca. 400 Meter entfernten Wasserwerk möglich. Lediglich zwei Brunnenstuben und 10 Meter Brunnenleitung sind neu zu errichten.

Die Steuerung der Brunnen wird Teil der bestehenden EMSR-Anlage (EMSR = Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik) und des Prozessleitsystems. Für höchste Effizienz bei der Wasserförderung sorgen Permanent-Magnet-Motoren (PMM), die sich durch hohe Wirkungsgrade und geringe Wärmeverluste auszeichnen.