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Nachruf

Ein Leben für unser Wasser: Turgut Pencereci


Foto: SPREE-PR/Petsch

„Ruf doch Turgut an!“ – Diese Aufforderung war in der Redaktion der WASSERZEITUNG Brandenburg keine Seltenheit. Als langjähriger Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages Brandenburg hatte Turgut Pencereci für die Anliegen seiner märkischen Wasserverbände stets ein offenes Ohr. Seine Expertise hatte in der Branche großes Gewicht. Sie war stets verlässlich, profund und auf dem neuesten Wissensstand.
Als Anwalt in der alten Bundesrepublik zugelassen, legte er noch vor der Wiedervereinigung 1990 sein Staatsexamen in Magdeburg ab. Vielleicht stammt aus dieser Zeit einer seiner augenzwinkernden Lieblingssätze: „Das geht seinen sozialistischen Gang.“

Turgut war ein Schlitzohr mit unschlagbarem Humor. Er war leidenschaftlicher Fußballfan, begeisterter Flieger – und ein Witzeerzähler, der mühelos eine ganze Nacht hätte bestreiten können.

Ohne ihn sähe die Siedlungswasserwirtschaft in Brandenburg heute anders aus. Ende der 1990er Jahre erarbeitete er das „Zweckverbandsstabilisierungsgesetz“ und sorgte für Vertrauen in einer für die Daseinsvorsorge entscheidenden Zeit. Turguts größte Stärke war vielleicht seine einzigartige Gabe als Kommunikator. Er verstand es wie kaum ein anderer, Menschen zusammenzubringen, Brücken zwischen unterschiedlichen Interessen zu bauen und die Anliegen der Wasserwirtschaft mit Überzeugungskraft, Augenmaß und Herz zu vertreten.

Wir werden seine Stimme, seinen Rat, sein Lachen und seine Fähigkeit, Menschen miteinander zu verbinden, schmerzlich vermissen. Wir verlieren nicht nur einen herausragenden Fachmann, sondern auch einen hochgeschätzten Weggefährten – und ich ganz persönlich einen echten Freund.

SPREE-PR-Geschäftsführer Alexander Schmeichel im Namen der Redaktion der WZ Brandenburg