Wo kann ich mein Leitungswasser analysieren lassen?
Auch wenn einige Anbieter und Publikationen anderes behaupten: Leitungswasser hat in Deutschland eine hervorragende Qualität, es ist streng überwacht und kann bedenkenlos getrunken werden. Wer mag, kann es zusätzlich bei Fachlaboren analysieren lassen.

Wer sein Leitungswasser genau analysieren möchte, wendet sich an ein Fachlabor. Der Risikobereich liegt hinter der Wasseruhr, wo die Verantwortung der OWA für die Trinkwasserqualität endet. Foto: SPREE-PR/Petsch
Für die Überwachung des Leitungswassers ist der regionale Trinkwasserversorger, also die OWA zuständig. Mehr als 99 % aller Proben in Deutschland erfüllen die strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Die Grenzwerte sind so niedrig festgelegt, dass das Leitungswasser nahezu ausnahmslos eine hohe Güte aufweist. Es ist oft hochwertiger und sicherer als Flaschenwasser.
Wasseranalyse für Privatpersonen nur bei Fachlaboren
Die lokalen Gesundheitsämter überprüfen engmaschig die Wasserqualität. Die Verantwortung des Wasserversorgers für die Trinkwasserqualität endet jedoch am Hauswasserzähler. Ab der Wasseruhr stehen die Hausbesitzer in der Pflicht. Die Hausinstallation inklusive aller Hausleitungen sollte deshalb stets gut gewartet und intakt sein. Die OWA bietet keine Wasseranalysen für Privatpersonen an. Dies ist gegen eine Gebühr bei Fachlaboren möglich, wie etwa der Agrolab Potsdam GmbH.
Bei plötzlichen Störungen an die OWA wenden
Ausnahme: Bei akuten Auffälligkeiten, wenn das Leitungswasser beispielsweise verfärbt ist, auffällig riecht oder schmeckt, ist die OWA in Falkensee die erste Ansprechpartnerin. Sie wird die Ursache der Verunreinigung lokalisieren und beheben, sofern sie sich im öffentlichen Bereich befindet.