
Dezentrale Entsorgung: Verband rechnet mit steigenden Kosten
Schwierige Ausschreibung
Wer nicht an die zentrale Entsorgung angeschlossen ist, kennt sie: die großen Saugwagen, die das Abwasser aus Sammelgruben abholen. Eine Aufgabe, die ein externer Dienstleister für den Verband übernimmt. Im Moment ist das die AWU OPR GmbH. Zum 1. Januar 2027 muss der Auftrag turnusgemäß europaweit neu ausgeschrieben werden.
In den Sammelgruben im Verbandsgebiet fallen jedes Jahr rund 80.000 Kubikmeter Abwasser an. „Das entspricht ungefähr 13.000 einzelnen Entsorgungen“, sagt Verbandschef Andy Thierbach. Hinter jeder Tour stehen Fahrzeuge, Fahrer, Technik, Kraftstoff und eine genaue Logistik.
Bisher kostet die dezentrale Abwasserentsorgung den Verband rund 780.000 Euro pro Jahr. „Hier rechnen wir allein durch die aktuell hohen Kraftstoffpreise mit deutlichen Steigerungen.“
Um die dezentrale Entsorgung auch künftig zuverlässig und wirtschaftlich zu sichern, passt der Verband seine Ausschreibung den schwierigen Rahmenbedingungen an. „Bisher galt für die Vertragslaufzeit von sechs Jahren ein Gesamtpreis. Das möchten wir ändern. Statt einer Gesamtsumme sollen die Unternehmen in ihrem Angebot den Preis für einzelne Jahre angeben. Und offenlegen, wie sie die Kraftstoffkosten berechnet haben. Wir wollen damit mehr Transparenz schaffen und Preisentwicklungen nachvollziehbarer machen.“