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Unsere Museen – Freude am Wissen für Groß und Klein

Verpassen Sie es nicht, auf Ihren sommerlichen Landpartien durch Brandenburg den einen oder anderen unterhaltsamen Zwischenstopp einzuplanen. Wir hätten da ein paar Ideen!

Foto: Tourismusverband Havelland e.V./Steven Ritzer

Ein spielerischer Ausflug in die Kindheit

Wenn Sie sich auf eine Reise in die Zeit vor Spielekonsole, Tablet und Smartphone begeben wollen, dann auf nach Kleßen ins Havelland. Das dortige Spielzeugmuseum zeigt die Welt vor dem Einzug der Elektronik. Einzigartig im Raum Berlin-Brandenburg ist die „Spur 0“-Eisenbahnanlage, deren 80 Jahre alte Bahnen werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern fahrtüchtig gehalten. Ein Eisenbahnspieltag widmet sich hier regelmäßig am zweiten Samstag im Monat der Modellbahntechnik. Und übrigens, wenn Sie schon in die eigene Kindheit reisen: Gleich neben dem Spielzeugmuseum gibt es noch das passende Kinderbuchmuseum.

Facebook: Spielzeugmuseum im Havelland

Foto: Bernd Choritz

Von Heilkräutern, Salben und Arzneien

Ohne Wasser keine Pharmazie! Ob Trinkwasser, destilliertes oder steriles Wasser – Apotheken nutzen ganz verschiedene Arten, waren in der Historie die ersten Lizenzinhaber für „Mineralwasseranstalten“ – auch die Löwen-Apotheke (seit 1568) am Cottbuser Altmarkt. In DDR-Zeiten, die in einem eigenen Raum (s. Bild) dokumentiert sind, gab es hier sogar schon Homöopathie. Auf Anfrage bietet das spannende Museum eine Themenführung „Wasser – Element des Lebens“ an. Im idyllischen Hinterhof erwartet Sie einer der ältesten Brunnen der Lausitz-Stadt.

Führungen: info@brandenburgisches-apothekenmuseum.de
Insta: @apothekenmuseum

Foto: Jolanta Imbierska

Es war einmal … Lausitzer Textilgeschichte

In einem denkmalgeschützten Fabrikgebäude in Forst (Lausitz) wächst Schritt für Schritt ein neues Museum zur Industrie- und Stadtgeschichte – im Ensemble der ehemaligen Textilfabrik. Zu den imposanten Exponaten gehört die historische Dampflok „Schwarze Jule“. Einmal fertiggestellt soll das Museum auf rund 1.600 m² eine moderne Dauerausstellung präsentieren: mit interaktiven Stationen, einer Schauwerkstatt und vielfältigen Möglichkeiten zum Mitmachen und Entdecken. Geöffnet ist donnerstags und sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr, Führungen nach Anmeldung. Zukünftig sollen auch Lesungen, Konzerte und Theater Besucher in die historischen Räume locken.

Insta: @forster.museum

Foto: MWA/Andresen

Industriehistorie der Metropolregion

Wer den 150-jährigen Weg von der Dampfmaschine zur digitalen Welt nachvollziehen mag, ist bei Hilmar Prietzel vom Verein Industriemuseum Region Teltow e. V. richtig. Seit 21 Jahren erwartet der ehemalige Verwaltungssitz der Geräte- und Reglerwerke Neugierige. Zu den Exponaten gehört eine Strom-Leitzentrale, die die Integration erneuerbarer Energien nachvollzieht. War Teltow vormals ein Zentrum von Maschinenbau und Chemie steht die Stadt heute für moderne Medizin- und Kommunikationstechnik. Prägend für die Region war der Bau des Teltowkanals. Am Samstag, dem 8. August, wird von 13:00–18:00 Uhr der 4. Tag der Industriekultur begangen.

Führungen: imt-museum@t-online.de
Insta: @industriemuseumteltow

Foto: MWA/Andresen

Die Marionette Nummer 1: Kasper

Das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda erzählt die Kaspergeschichte und lädt mit interaktiv bespielbaren Modellen und Figuren zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Kern des Museums ist das Erbe der mitteldeutschen Wandermarionettenspieler. Das alljährliche Puppentheaterfestival, der historische Marionettenspielertag, ein Schattenspielwochenende und die hauseigene Bühne tragen diese Tradition in die Gegenwart. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11:00 bis 18:00 Uhr. Eine beeindruckende Rundumschau über die Stadt Bad Liebenwerda bietet der Blick vom benachbarten Lubwartturm, einem mittelalterlichen Bergfried.

Insta: @museumsverbund.de
Führungen: museum-liebenwerda@lkee.de

Foto: Städtische Museen Schwedt/Oder

Vom Tabakanbau in der Oderregion

In einer denkmalgeschützten Tabaktrockenscheune im Schwedter Ortsteil Vierraden erzählt das Tabakmuseum die Geschichte von Tabakanbau, -handel und -verarbeitung. Die gesundheitlichen Folgen seines Konsums werden nicht ausgespart. Die großzügige Außenanlage bietet alte landwirtschaftliche Gerätschaften und Schaubeete.

So wird die Lebensleistung vieler Generationen Tabakbauern der Oderregion gewürdigt. Aktuell zeigt das Museum die Fotoausstellung „Seide, Spargel, Tabakpflanzen. Hugenottisches Erbe in Brandenburg“. Das Tabakmuseum öffnet saisonal von Mai bis September.

Insta: @tabakmuseum_vierraden

Foto: Flugplatzmuseum Neuhardenberg

Regionalgeschichte – bis zum Weltraum

Die Interessengemeinschaft Militärgeschichte Neuhardenberg e. V. als Träger zeigt alle Facetten der mehr als 90-jährigen Historie des Flugplatzes Neuhardenberg (ehemals Marxwalde) – vom Testgelände für Raketentechnologie 1937 bis zum Standort der DDR-Regierungsflieger (Foto) des Transportfliegergeschwaders 44. In seiner Ausstellung gedenkt das Museum auch des ersten Deutschen im All, Ehrenbürger von Neuhardenberg und Ex-Angehöriger des hiesigen Jagdfliegergeschwaders 8, Siegmund Jähn (1937–2019). Zu entdecken Do–Sa oder nach Anmeldung. Und gerne vormerken: 7. Ostblock-Meeting und Museumsfest am 12. September ab 10:00 Uhr.

Führungen: info@flugplatzmuseumneuhardenberg.de