Fast eine Million Euro für sauberes Wasser
Neue Pumpen, effizientere Kläranlagen, modernere Leitungsnetze – all das kostet Geld. Der ZV Wismar nutzt dafür gezielt Förderprogramme von Bund und Land. Mit Erfolg: Seit 2024 wurden Fördermittel in Höhe von knapp 957.250 Euro bewilligt. Doch bis das Geld fließt, braucht es vor allem eines: einen langen Atem.
Zwei Fördertöpfe stehen dem ZV Wismar offen. Der Bund unterstützt über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) Maßnahmen, die Treibhausgasemissionen spürbar senken – die Umsetzung läuft über die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG). Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert über das Landesförderinstitut (LFI) ebenfalls Klimaschutz und Energieeffizienz, wenn Emissionen um mindestens 30 Prozent gegenüber der bisherigen Situation sinken.

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Bund und Land zahlen mit
Gefördert werden zum Beispiel Machbarkeitsstudien, Planungsleistungen und konkrete Investitionen – etwa neue Abwasserpumpwerke oder Druckerhöhungsstationen für das Trinkwassernetz. Nicht alle Kosten eines Bauvorhabens sind dabei förderfähig. Entscheidend ist der Nachweis, dass die Maßnahme tatsächlich Energie spart und über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgeht.
Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen: Acht Studien zu Wasserwerken und Kläranlagen wurden mit rund 211.800 Euro vom Bund bezuschusst. Für investive Maßnahmen im Abwasserbereich – darunter ein Pumpwerk und eine Kläranlage – flossen weitere rund 456.200 Euro. Eine Druckerhöhungsstation im Trinkwassernetz erhielt gut 136.100 Euro, die Planung von Wärmenetzen weitere rund 153.100 Euro.
Vorbereitung ist alles – der Weg zur Förderung
Der Weg zu diesen Mitteln beginnt lange vor dem eigentlichen Bauvorhaben. Grundlage ist ein Fünf-Jahres-Investitionsplan, aus dem hervorgeht, welche Projekte in den kommenden Jahren anstehen. Dann folgen Machbarkeitsstudien, technische Nachweise und schließlich der Förderantrag – allein beim Bund dauert die Bearbeitung nach Antragstellung in der Regel rund fünf Monate.
„Der Aufwand ist hoch, aber er lohnt sich. Jeder Fördereuro, den wir einwerben, ist ein Beitrag dazu, unsere Gebühren stabil zu halten und gleichzeitig in die Zukunft unserer Infrastruktur zu investieren“, sagt Katrin Schünemann aus der Stabsstelle der Technischen Abteilung, die beim ZV Wismar für das Fördermittelmanagement verantwortlich ist.