ZV Wismar investiert 1,3 Mio. Euro in Abwasserinfrastruktur
Kaum sichtbar für die Öffentlichkeit entsteht derzeit eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen im Verbandsgebiet des ZV Wismar: In Proseken baut der Verband ein neues Abwasserpumpwerk. Modern und energieeffizienter als sein Vorgänger. Gesamtinvestition: 1,3 Millionen Euro. Bauzeit: September 2025 bis Ende August 2026.
Ein Abwasserpumpwerk – kurz: eine Anlage, die Schmutzwasser aus tiefer gelegenen Bereichen hebt und zur Kläranlage weiterleitet – ist unsichtbare Daseinsvorsorge. Funktioniert es zuverlässig, merkt niemand etwas. Fällt es aus, entsteht schnell ein ernstes Problem für Mensch und Umwelt. Der ZV Wismar betreibt im gesamten Verbandsgebiet 123 solcher Pumpwerke. Viele davon stammen noch aus den 1990er-Jahren und müssen Schritt für Schritt erneuert werden.

Schweres Gerät im Gehölz für eine Infrastruktur, die niemand sieht: Ein Mobilkran hebt die Betonschacht-Elemente für das neue Abwasserpumpwerk in Proseken ein. Foto: ZVWis
Das alte Pumpwerk in Proseken hatte sein technisches Lebensende erreicht. Veraltete Technik, steigende Wartungskosten und ein hoher Energieverbrauch machten den Neubau unausweichlich. Die neue Anlage wird nicht nur zuverlässiger arbeiten, sondern auch deutlich weniger Strom verbrauchen – ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz im Verbandsgebiet.
Schwerstarbeit im Wald
Die Baustelle in Proseken ist kein leichtes Pflaster. Der Standort liegt abseits befestigter Straßen, mitten im Gehölz. Für die Montage der schweren Betonschacht-Elemente – die das Herzstück des neuen Pumpwerks bilden – rückte im März 2026 ein Mobilkran der Firma Warnowkran an. Tonnenschwere Fertigteile wurden präzise in die vorbereitete Baugrube eingehoben. Parallel dazu wurde ein neues Steuerungsgehäuse installiert, das die gesamte Pumpentechnik überwacht und ferngesteuert werden kann – rund um die Uhr, auch aus der Leitwarte in Lübow.
Wenn das neue Pumpwerk Proseken Mitte 2026 in Betrieb geht, wird es unauffällig seinen Dienst tun. Das Schmutzwasser wird weiterhin auf die Kläranlage Wismar zur Reinigung übergeleitet. Hier besteht seit Jahrzehnten eine gute Zusammenarbeit mit der Hansestadt Wismar.