Eine Woche mit unseren Azubis
Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung klingen nach Routinearbeit. Ist es nicht. Zwei Azubis des Zweckverbandes Festland Wolgast zeigen, was eine Ausbildungswoche bei uns wirklich bedeutet.

Azubi Benjamin Holznagel (l.) misst den pH-Wert des Reinwassers. Robert Rumpel aus dem Bereich Trinkwasser begleitet die Messung. Foto: ZV Festland Wolgast
Jetzt bewerben – Ausbildungsplätze ab Sommer 2026!
Schulabgänger aufgepasst: Ab Sommer 2026 bildet der Zweckverband Festland Wolgast in drei Berufen aus (m/w/d):
Umwelttechnologe für Wasserversorgung,
Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung,
Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement.
Alle Ausbildungen dauern drei Jahre, sind dual organisiert und bieten gute Übernahmechancen in einem systemrelevanten, krisenfesten Berufsfeld direkt vor der Haustür.
Per E-Mail oder Post bewerben
Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung – Festland Wolgast,
Bahnhofstraße 98,
17438 Wolgast,
info@zv-festland-wolgast.de.
Auf der Webseite gibt es alle Ausbildungsinfos.
Benjamin Holznagel, 2. Lehrjahr
Kein Tag gleicht dem anderen. Zum festen Programm gehört der morgendliche Rundgang im Wasserwerk Hohendorf: Technische Anlagen prüfen, Messwerte ablesen und alles dokumentieren. In dieser Woche stand außerdem die jährliche Reinigung eines Trinkwasserbehälters an. Dienstags begleitete Benjamin einen Zählerwechsel beim Kunden – und war dabei, als das Gesundheitsamt zur offiziellen Trinkwasserprobenahme kam. Mittwochs ging es raus: alle Brunnen im Versorgungsgebiet abfahren, kontrollieren, ablesen. Donnerstags stand die Wartung des Hydrophorkessels an – einer Anlage, die Druckschläge im Rohrnetz abfedert. Freitags schließlich: Endstränge im Versorgungsgebiet über Hydranten spülen und messen.
Je nach Jahreszeit verschiebt sich der Schwerpunkt: Im Winter mehr Technikwartung, im Sommer mehr Geländearbeit und Kundenkontakt. Mit jedem Lehrjahr wächst der selbstständige Aufgabenbereich.
Tim Walter, 2. Lehrjahr
Auf der Kläranlage beginnt der Tag mit der digitalen Erfassung von Betriebsdaten – per QR-Code direkt an den Anlagen, mit Tablet. Kontrollgänge durch die biologischen Reinigungsstufen und die Nachklärung gehören genauso dazu wie die Abarbeitung des Wartungsplans: Funktionskontrollen, kleinere Reparaturen, Vergleichsmessungen an Messgeräten. In dieser Woche stand außerdem die Reinigung eines Rechenkorbs an – eine dieser Arbeiten, die wenig glamourös sind, aber den reibungslosen Betrieb sichern. Mittwochs ist großer Labortag: Abwasseranalysen mit Küvettentests nach den gesetzlichen Vorgaben, Auswertung und Besprechung mit dem Kläranlagenverantwortlichen. Was gemessen wird, muss auch verstanden werden – das ist Teil der Ausbildung. Einmal pro Woche stehen die Hauptpumpwerke auf dem Programm: vor Ort prüfen, Betriebsdaten aufnehmen, in die zentrale Datenbank einspielen.


