Die Idylle vom Lieper Winkel
Die ehrenamtlichen Bürgermeister von Usedom sind für ihre Gemeinden ein Knotenpunkt im Dorf. Die WASSERZEITUNG stellt sie in loser Reihenfolge vor. Diesmal: Thomas Hannak, Bürgermeister von Rankwitz.

Thomas Hannak sagt: Die Gemeinschaft in seiner Gemeinde lebt vom Engagement vieler. Von Einzelpersonen und Vereinen. Ein stellvertretendes Beispiel dafür ist der Heimatverein Lieper Winkel e.V., der auch den Heimathof betreut. Foto: SPREE PR/Kuska
Der Jungfernberg. Der Hafen in Rankwitz. Die Kirche in Liepe. Das Steilufer in Quilitz. Idylle hat in Rankwitz viele Plätze. „Unsere größte Sehenswürdigkeit ist die Natur“, sagt Thomas Hannak. Die Ruhe seiner Gemeinde liegt zwischen Peenestrom und Achterwasser. Da, wo sich der Lieper Winkel abseits der B 110 zu einer Halbinsel formt.
Wir treffen Thomas Hannak im Heimathof. Einem alten Backsteinbau, in dem die Geschichte der Gemeinde durch die Jahrhunderte reist und Faustkeile, Drillmaschinen und alte Schulbänke vom Leben vergangener Zeiten erzählen. Zeiten, in denen auch seine Familie ihre Wurzeln hat – und zu denen Thomas Hannak 2006 aus Anklam zurückgekehrt ist. Jetzt lebt der Vermessungsingenieur mit seiner Familie in Quilitz.

Wie lebten und arbeiteten die Menschen früher im Usedomer Achterland? Im Heimathof, einem kleinen Museum in der ehemaligen Dorfschule, können Besucher auf Zeitreise gehen. Foto: SPREE PR/Kuska

Am Steilufer in Quilitz haben Besucher einen malerischen Blick über den Peenestrom. Ein Ende des Weges mündet in eine Naturbadestelle mit neuem Spielplatz. Foto: SPREE PR/Kuska
Gelebtes Miteinander
In der Kommunalpolitik ist Thomas Hannak seit Jahren als Gemeindevertreter und stellvertretender Bürgermeister aktiv. Für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren sei jedoch eine Entscheidung gewesen, die ihre Zeit brauchte. „Schon 2019 bin ich gefragt worden, ob ich mich nicht zur Wahl stellen wolle.“ Fünf Jahre später sind die Kinder größer. Er tritt an, gewinnt mit 83 Prozent.
Seine Gemeinde ist ein Mosaik aus acht Ortsteilen: Rankwitz, Grüssow, Krienke, Liepe, Quilitz, Reestow, Suckow und Warthe. Zusammen haben sie ungefähr 550 Einwohner. Auch wenn er an ihrer Spitze stehe: „Als Bürgermeister entscheide ich nichts alleine. Beschlüsse fasst immer die Gemeindevertretung.“ Ein Gremium, in dem neben ihm acht weitere Mitglieder sitzen. „Jeder Ortsteil ist vertreten.“ Wichtig sei ihm das Miteinander. „Entscheidungen entstehen im Konsens, nicht im Streit.“
Bei Anruf kommt „Ilse“
Seit knapp zwei Jahren ist Thomas Hannak nun im Amt. Bereut hat er es bislang nicht. Es sei schön, etwas zu bewegen, voranzubringen. „Wir haben zum Beispiel die Umrüstung der Straßenlaternen auf LED fortgeführt und alle Spielplätze runderneuert.“ Eine eigene App hat die Gemeinde inzwischen auch. Auf der digitalen Pinnwand finden Einwohner aktuelle Infos und Veranstaltungen. „Jeder kann sich mit Themen einbringen.“ Froh ist er auch, dass die Gemeinde in Sachen Mobilität etwas bewegen konnte: „Seit Januar steuert Rufbus „Ilse“ auch die Gemeinde Rankwitz an“.
Als Bürgermeister merkt er aber auch, wie langwierig es sein kann, wenn die Gemeinde auf Antworten oder Genehmigungen von Behörden wartet. In Rankwitz möchte die Gemeinde den Zugang zum Peenestrom wiederherstellen. „Der Weg durch die Behörden ist lang.“ Ein anderes Herzensprojekt ist der Rundwanderweg entlang des Peenestroms und Achterwassers. Die Idee ist, vorhandene Wege zu nutzen, Bänke und Papierkörbe zu ergänzen. Fördermittel sind beantragt. Nun heißt es: warten.
Dass der Tourismus in seiner Gemeinde ein anderer ist als in den Ostseebädern, sieht Thomas Hannak nicht als Nachteil. Im Gegenteil: „Bei uns stehen Natur und Übernachtungsgäste in einem guten Einklang.“ So soll es auch bleiben. Für das B-Plan-Gebiet „Wohngebiet im Park Krienke“ gilt deshalb eine klare Maxime: Wohnbebauung!
Ehrenamtlich Bürgermeister zu sein bedeutet: Termine, Termine. Mit der Gemeindevertretung. Im Amt Usedom-Süd. Beim Zweckverband in der Verbandsversammlung, im Vorstand und im Bauausschuss. Zeit zum Abschalten nimmt sich Thomas Hannak dann mit seiner Frau am liebsten draußen. Am Jungfernberg. Am Steilufer. Am Peenestrom. Überall da, wo die Idylle seiner Gemeinde ihren Platz hat.
Als Bürgermeister merkt er aber auch, wie langwierig es sein kann, wenn die Gemeinde auf Antworten oder Genehmigungen von Behörden wartet. In Rankwitz möchte die Gemeinde den Zugang zum Peenestrom wiederherstellen. „Der Weg durch die Behörden ist lang.“ Ein anderes Herzensprojekt ist der Rundwanderweg entlang des Peenestroms und Achterwassers. Die Idee ist, vorhandene Wege zu nutzen, Bänke und Papierkörbe zu ergänzen. Fördermittel sind beantragt. Nun heißt es: warten.
Dass der Tourismus in seiner Gemeinde ein anderer ist als in den Ostseebädern, sieht Thomas Hannak nicht als Nachteil. Im Gegenteil: „Bei uns stehen Natur und Übernachtungsgäste in einem guten Einklang.“ So soll es auch bleiben. Für das B-Plan-Gebiet „Wohngebiet im Park Krienke“ gilt deshalb eine klare Maxime: Wohnbebauung!
Ehrenamtlich Bürgermeister zu sein bedeutet: Termine, Termine. Mit der Gemeindevertretung. Im Amt Usedom-Süd. Beim Zweckverband in der Verbandsversammlung, im Vorstand und im Bauausschuss. Zeit zum Abschalten nimmt sich Thomas Hannak dann mit seiner Frau am liebsten draußen. Am Jungfernberg. Am Steilufer. Am Peenestrom. Überall da, wo die Idylle seiner Gemeinde ihren Platz hat.

Termine
Das sind die nächsten Termine in der Gemeinde
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16Mai
11 bis 16 Uhr
Trachten- und Tanzfest zum Museumstag. Ort: Heimathof Rankwitz.
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6Juni
Ganztätig
Kräutermarkt Kirche Liepe.
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13Juni
10 bis 16 Uhr
Hofmarkt an der Straße. Ort: Gaststätte Bauernstube, Rankwitz.
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20Juni
17 Uhr
Hafenfest – 35 Jahre Hafen Rankwitz.
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11Juli
10 bis 16 Uhr
Hofmarkt an der Straße. Ort: Gaststätte Bauernstube, Rankwitz.

