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Investitionen sichern stabile Netze

Gebühren bleiben 2026 stabil – Steigerung der Energieeffizienz

Trotz steigender Baukosten bleiben die Gebühren 2026 stabil: Mit einem Investitionsvolumen von 7,33 Millionen Euro stärkt der Zweckverband Wolgast Festland die regionale Infrastruktur von der Rohwasserleitung bis zur Kläranlage. Ein Ausblick auf die geplanten Baumaßnahmen und die Strategie, wie durch Energieeffizienz Kosten gedämpft werden.

Die neuen Großrohre sind angekommen. Nun beginnen für den Leiter des Bereichs Trinkwasser, Paul Wiese, die Bauarbeiten an der neuen Rohrwasserleitung zwischen der Wasserfassung Hohensee und dem Wasserwerk Hohendorf.
Foto: ZV Wolgast

Wenn die neuen Großrohre auf der Baustelle für die Rohwasserleitung ankommen, endet eine Planungsphase. Die 3,2 Kilometer lange Verbindung von der Wasserfassung Hohensee zum Wasserwerk Hohendorf ist der letzte Bauabschnitt dieses Projektes. Es steht für die Strategie des Zweckverbandes: Substanz erhaltende Maßnahmen treffen auf vorausschauende Netzplanung. In Abstimmung mit den Gemeinden plant der Verband für das Jahr 2026 ein Gesamtinvestitionsvolumen von 7,33 Millionen Euro.

Modernisierung der Infrastruktur

Der größte Anteil der Investitionen fließt in die Infrastruktur. Dabei entfallen 2,07 Millionen Euro auf den Bereich Trinkwasser, 3,25 Millionen Euro auf Schmutzwasser und 1,91 Millionen Euro auf die Niederschlagswasserbeseitigung. Neben der Großmaßnahme der Rohwasserleitung stehen folgende Projekte an:

  • Wolgast: In der Fischerstraße und im Amselweg wird gemeinsam mit der Stadt Wolgast die Erneuerung der Leitungen (Trink-, Schmutz- und Regenwasser) fortgesetzt. Auf der Schlossinsel entstehen drei neue Einleitstellen für Niederschlagswasser.
  • Umland: Zwischen Lühmannsdorf und Wrangelsburg erfolgt der 2. Bauabschnitt der neuen Trinkwasserleitung. In der Wasserfassung Hohensee wird ein Brunnen durch einen Ersatzneubau reaktiviert.

Auf der Kläranlage Wolgast werden zentrale Komponenten erneuert, etwa die Brauchwasseranlage, die Fällmitteldosierstation, die Sandfänge, zwei Gebläse sowie eine neue Steuerung der Schlammentwässerung.

Energieeffizienz sichert Gebühren

Steigende Bau-, Material- und Lohnkosten belasten die Kalkulation. Für 2026 konnte der Verband dennoch stabile Gebühren für alle Bereiche kalkulieren. Dabei dämpfen der günstigere Einkauf und die eigene Erzeugung von Energie die Kosten. Ein Baustein ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf der Druckstation Bahnhofstraße, dem Verwaltungsgebäude sowie auf dem Wasserwerk und der Kläranlage Wolgast.

Aber die Einsparung von Energiekosten wird die steigenden Baupreise nicht kompensieren. Zudem wollen Land und Gesetzgeber das Wasserentnahmeentgeld erhöhen. Diese externen Faktoren werden sich in den nächsten Gebührenkalkulationen abbilden.