Herausgeber: LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG   • Ausgabe Cottbus

LWG verschickt Erhebungsbögen

Wohin fließt „Ihr“ Niederschlag?

Ab dem 1. Januar 2024 soll im Stadtgebiet Cottbus eine neue Niederschlagswassersatzung gelten. In Vorbereitung darauf werden nun alle Grundstücksflächen neu erfasst – mit Ihrer Hilfe.

Ab November dieses Jahres erhalten viele Kunden:innen in der Stadt Cottbus Post von der LWG. Der Grund: Das Unternehmen ist von der Stadt beauftragt worden, die langjährige Datenbank zum Thema Niederschlagswasser zu überarbeiten. Ziel ist es vor allem, dem Thema Speicherung bzw. Versickerung von Niederschlagswasser auf dem Grundstück vor Ort, zum Beispiel in Zisternen und Rigolen oder auf Gründächern, eine größere Bedeutung einzuräumen. Denn erst im zurückliegenden sehr trockenen Sommer haben wir wieder erkennen müssen, wie wertvoll jeder Tropfen Wasser ist und dass es sich unbedingt lohnt, ihn aufzufangen, einer Nutzung zuzuführen bzw. in den regionalen Wasserkreislauf einzubinden. Stichwort „Schwammstadt“.

Darüber hinaus wurde in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel gebaut, nicht nur Häuser, sondern auch Garagen und Carports. Viele Einfahrten wurden gepflastert, so dass das Regenwasser nun nicht mehr direkt in den Boden versickern kann. Die bisher offiziell in der Stadt Cottbus mit ihren Ortsteilen erfasste versiegelte abflusswirksame Fläche (inklusive Straßenflächen) beträgt ca. 4,3 Millionen Quadratmeter, nach der neuen Erhebung erwarten die Wasserfachleute einen Anstieg. 

Um nun die konkreten Zahlen zu ermitteln, verschickt die LWG entsprechende Erhebungsbogen, auf dem die Größe der bebauten und befestigten Grundstücksflächen, Gemarkung/Flur und Flurstück vermerkt sind. Der Brief enthält zudem einen Lageplan ihres Grundstückes mit den aus Luftbildern ermittelten abflusswirksamen Flächen sowie hilfreiche Ausfüllhinweise und Erläuterungen. Auf der Grundlage der dann eingereichten Daten wird ermittelt, von welchen Grundstücksflächen Niederschlag in die öffentliche Abwasseranlage eingeleitet wird. Erfolgt keine Rückmeldung, wird automatisch von einem Anschluss des Grundstücks an die öffentliche Abwasseranlage ausgegangen. 

Mit dieser Erhebung soll erreicht werden, dass jeder Grundstückseigentümer (nur) für die Flächen eine Gebühr bezahlt, die an die öffentliche Abwasseranlage angeschlossen sind. So wird eine größere Gebührengerechtigkeit erreicht. Es lohnt sich also, die Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Vielen Dank vorab für Ihre Unterstützung!

Weitere Informationen: 
www.lausitzer-wasser.de
telefonische Rückfragen unter: 
0355 350 - 0 oder per Fax -1229